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50er
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70er Jahre..go
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heute..go
Die
50er Jahre >> In den 50er Jahren setzte eine Massenbegeisterung
und Hysterie fuer Unterhaltungsgeraete ein. Radio- und Singleschallplatte
entwicklen sich zum erschwinglichen Tontraegr und Unterhaltungsmedium
fuer Jedermann.
Der Rock'n Roll gilt als entscheidendes Musikereignis. Beruehmt
gemacht durch Elvis ("Jailhouse Rock"), der mit Musikperformances
in Kitschfilmen, Musicals und auf der Buehne den Rock salonfaehig
macht. Die Rockhysterie beginnt 1956, erstmals gibt es seitens
der Zuhoerer eine starke Konzentration auf die Interpreten
als Stars. Sie kopieren ihre Ideole in Aussehen, Gesten und
Handlunsgweisen. Live-Auftritte in Fernsehsendungen wie der
"Ed Sullivan Show" verstaerken die Fan-Idol-Beziehung.
Die 50er und 60er Jahre stehen im Zeichen der Musik von Elvis
und der sich ausbreitenden "Beatlemania". Die Beatles
werden als erste Vertreter ihrer Zunft professionell kommerziell
vermarktet. Ihre Filme tragen entscheidend zu dem Erfolg bei.
Die
60er Jahre >>
Von 1963 bis 1968 wurden in Frankreich die ìScopitone" (Jukeboxen
mit groþem Bildschirm) in Bars und Nachtclubsverteilt. Auf ihnen
liefen nach dem Muenzeinwurf kurze 16mm-Farbfilme von Popstars
wie Nancy Sinatra. Diese Apparatewurden zusehends von der Verbreitung
des Fernsehens als Massenmedium angeloest. Nationale Musikshows
(TOTP, Ed Sullivan, Hitparade, Musikbox) spielen hauptsaechlich
Live-Performances der Stars und erfreuen sich großer Beliebtheit
beim Publikum. Schon bald werden die staendigen Live-Auftritte
der Stars zu teuer fuer die Plattenfirmen, deswegen werden nun
oft Baender mit Liveaufzeichnungen anderer Auftritte an die
Fernsehsender verteilt. Das ging einher mit der Produktion erster
Promotionclips. Die Band wurde im Studio abgefilmt, und das
Material wurde anschliessend mit assoziativen Filmszenen aufgelockert.
Schon da zeigte sich die Entwicklung ab, dass je bekannter eine
Band war, umso extravaganter auch der Clip wurde (z. B. Beatles,
The Kings, The Who).
Die 70er Jahre >> In den 70er
Jahren entwickelte sich ein Kult um die Figur des DJs, dessen
Kunst es war mit den von ihm zusammengestellten Listen der Msuikstuecke,
die Gunst des Publikums zu erlangen. Das Programm des DJs wurde
nun immer weiter ausgestaltet, unter anderem mit visuellen Untermaluneng
der Disco-Musik mit psychdelischen Kunst-Videos. Daraus entwickelte
sich eine eigene Sparte, die Video-Art. Aus ihr gingen Video-Kuenstler
wie z.B. Nam June Paik , The Residents oder Devo hervor. Letztere
begannen schon damals Musikvideos in ihr "Multimedia Art Konzept"
einzufuegen. "Space Odity" von David Bowie war ein
Promotional Clip, der heute noch in die Riege erfolgreicher
und innovativer Clips passt. Er war stark beeinflusst von Stanley
Kubricks Weltraumepos "2001". Film und Videokunst
vermischen sich in der Geschichte.
1975 entstand der Clip von Queen zu "Bohemian Rhapsody". Dieser
Clip wird heute allgemein als "erstes Musikvideo"
tituliert. Weil der Song live schwer zu spielen war war, wurde
bereits vor der Veroeffentlichung ein Video produziert, welches
bei TOTP lief und die Single zur Nummer 1 machte. Die Fernsehsendungen,
die sich darauf konzentrieren nur Videoclips mit Rock- und Popmusik
zu zeigen vervielfaeltigen sich rrapide. Die "Popclips Show"
auf Nickelodeon, gilt als Vorlaeufer von MTV. Hier werden die
Clips bereits von einem VJ praesentiertt.
Die Videotechnik hatte aehnliche Auswirkungen wie Jahre zuvor
das Radio oder die Singleschallplatte auf die Musikindustrie.
Die Popmusik stand vor einer grossen Neuerung, einer Umwaelzung
ihrer Produktions- und Verbreitungsbedingungen. Der Song "Video
killed the Radio Star" von der Electropop-Band The Buggles erscheint
und spricht von der Vernichtung musikalischer Kreativitaet in
einer Plastikwelt a la Orwell. Er steht als Symbol fuer die Veraenderung
im Popmusikbusiness.
Die 80er Jahre >> Am 1. August 1981
startet MTV sein Programm. Plattenfirmen und Fernsehegesellschaft
beschlossen das Sendekonzept MTV um der Plattenindustrie aus
der Krise zu helfen, da die Plattenverkaeufe seit 1979 rueckgaengig
waren musste eine Alternative zu Radiowerbung und Fernsehauftritten
gefuden werden. MTV bildet dabei eine perfekte Symbiose: MTV
dient als Sende-Plattform fuer Clips und die Plattenfirmen stellen
die Clips zur Verfuegung. Ðberall dort in den USA, wo nach und
nach MTV empfangen werden konnte, stiegen die LP-Verkaeufe wieder
rapide an.Mit MTV wurde das audiovisuelle Pendant zum Radio
geschaffen und- MTV wurde zur wichtigsten Marketingplattform
fuer Popbands. Hatte eine Band ein Video, wurden sie bekannt
und bekamen ein Image. Fruehere Promotionaktionen wie Tourneen
wurden unterstuetzt, besonders auf internationaler Ebene.
1986/1987 bekommt MTV eine neue Programmstruktur aehnlich dem
Broadcast TV, themenorientierte Sendungen laufen zu festen Zeiten,
dabei verfolgt MTV das Trendsetterimage und setzt auf Sparten.
MTV ernannte sich selbst zum Sprachrohr der Generation X und
hatte Erfolg mit diesem Konzept. Ohne MTV gaebe es heute keine
weltumspannende Musikvideo-Clip-Kultur.
Am 1. August 1986 startet MTV Europe als erste ausseramerikanische
Niederlassung mit dem Video zu "Money for nothing" von den Dire
Straits. Statt hoffnungsfrohem Wunschdenken (wie sechs Jahre
zuvor) nun ein ironischer Hinweis auf harte Tatsachen: Da MTV
keine eigenen Clips produzierte und keine Gebuehren fuer deren
Ausstrahlung bezahlte, macht der Sender tatsaechlich" money
aus fast nothing". MTV-USA wies bereits 2 1/1 Jahre nach
seinem Start fuer das erste halbe Jahr 1984 einen operativen
Gewinn von 8 Mio. Dollar aus. Anfangs als reines Kommerzunternehmen
gegruendet, ist MTV heute DAS "Werbemedium" fuer kaeuflich zu
erwerbende Musikprodukt und das Produktumfeld.
Die 90er Jahre >> 1993 startete
das deutschsprachige VIVA sein Programm von Koeln aus. VIVA startete
als Werbung fuer die deutscheTontraegerindustrie: mit deutscher
Musik, deutschen VJs, deutschen Bands und der Einstellung "wir
sind so wie du". Viva setzte auf eine starke Zuschauerbindung
mit dem Ziel 40% deutschsprachige Musikvideos zu senden und
praegte somit den Begriff "VIVA-Kompabilitaet". Dieser steht in
der Musikindustrie stellvertretend fuer einen bestimmten Stil
der Kuenstler, sowohl musikalisch als auch optisch. Von 1995-2002
gibt es VIVA 2. Hier werden stilrichtungsbezogene Sendungen
mit Hintergrundwissen fuer das "aeltere" Publikum gezeigt. VIVA2
hatte ein Image und feste Zuschauerbindung, die Zuschauer bezeichneten
VIVA2 als "Ihren" Sender, sahen sich abseits des Mainstream.
Dabei zeigt sich auch die Vielfalt der Musikvideoindustrie und
des Genres. Es gibt so viele Subgenres wie es Musikstile gibt.
Die Geschichte des Musikvideos geht weiter, jedoch nicht unbedingt
in der technischen und formatsdefinierenden Entwicklung, sondern
in inhaltlichen, kuenstlerischen und musikalischen Differenzierungen.
heute..>> 2004 gibt es in Deutschland
4 Musiksender VIVA, VIVA+, MTV, und MTV2. Vom Sendeschema
aehneln sich MTV und VIVA, die dem Zuschauer verschiedene Themen
und Musiksendungen bieten. Beide Sender haben ihr Programm um
Eigenproduktionen (Dokumentationen udn Serien), die nur indirekt im Zusammenhang mit der Musik stehen
erweitert. Weiterhin setzen sie auf Serien (Comics, Animees,
etc.), die sich gar nicht auf Musik beziehen, sondern den Trendcharakter
der Sender staerken sollen.
MTV und Viva senden 24 Stunden am Tag Musikvideos. Dabei wird
zu 95% die Konfektionsware der Charts gezeigt, fuer avancierte
Beispiele aus dem kuenstlerischen oder innovativen Bereich bleibt
da wenig Platz. Mit dem Anwachsen der Musikindustrie und der
Entwicklung des Musikvideos in den letzten Jahren sind unteschiedlichste
Videogattungen entstanden: es gibt aufwendige Mini-Spielfilme
mit Millionen-Etats, originelle Low Budget-Collagen oder komplett
im Computer generierte Bilderwelte. Oft wird sogar schon darauf
verzichtet den Interpreten selbst zu zeigen.
Die Vielfakt des Genres sorgt fuer viele Diskussionen. So wurden
Musikvideos neben ihrem hohen kuenstlerischen und kommerziellen
Rang zum Forschungsgegenstand in der Psychologie, Kulturwissenschaften,
Medienwissenschaften, Musikwissenschaften oder auch in sozialen
Fragen. |
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Geschichte der
Soundvisualisierung
Musikvideos in der Kultur
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